FREITAG 22.6.2007

18 Uhr

MILAK DER GRÖNLANDJÄGER
D 1927, R: Georg Asagaroff, (Spielszenen), Bernhard Villinger,
80 Min., Stummfilm mit Musikbegleitung

Einführung Dr. Frank Berger, Historisches Museum Frankfurt am Main

Drehbuch: Armin Petersen, Bernhard Villinger
Kamera: Sepp Allgeier, Albert Benitz, Richard Angst
Darsteller: Ruth Weyher, Nils Focksen, Iris Arlan, Helmer Hanssen, Robby Robert, Sepp Allgeier, Albert Benitz, Richard Angst, Waldemar Coste, Harry Bellinghausen

Die deutsche Antwort auf "Nanook, der Eskimo": Im Wettlauf mit amerikanischen Konkurrenten begeben sich die Polarforscher Larsen, Svendsen und Eriksen auf eine gefahrvolle Expedition in die Arktis. Auf Grönland werben sie den Eskimo Milak als Hundeführer an. Während Svendsen mit dem Schiff die Küste entlang fährt, machen sich Larsen, Eriksen und Milak per Schlitten auf zum Nordkap. Beide Gruppen bestehen zwischen Gletscherspalten, Schneestürmen und Eisbären zahlreiche Abenteuer und Gefahren. Schließlich geht der Proviant zuende. In der endlose Schneewüste brechen die erschöpften Männer zusammen. Aber ein Hund rettet sie. "Nach wahren Motiven der Expeditionen Scott, Mawsen, Koch."


 

20 Uhr

THE DAY AFTER TOMORROW
USA 2002, R: Roland Emmerich, 124 Min., englische OF mit dt. Untertiteln
Darsteller: Dennis Quaid, Jake Gyllenhal

Der Klimaforscher Jack Hall warnt bereits seit Jahren vergeblich vor einer dramatischen Veränderung des Weltklimas, als die Erde plötzlich von einer Serie von fatalen Unwettern heimgesucht wird, die ihren Gipfel in lebensfeindlichen Temperaturmomenten von unter -100°C finden.
Hochgradig alermiert macht sich Jack von Washington aus auf den Weg in das eingeschneite New York, wo sein Sohn Sam und seine Freunde eingeschlossen sind und gegen Kälte, Krankheiten, Wölfe und den Hunger kämpfen.
Emmerich greift die These auf, dass die globale Erwärmung zu einem Abschmelzen der Polkappen und damit zu einer Aussüßung des Nordatlantiks führen könnte. Dadurch würde der Golfstrom versiegen und das Klima der Nordhalbkugel stark abkühlen.



 

22:30 Uhr

DIE WEISSE HÖLLE: ANTARKTIS
D 2007, R: Joachim Bublath, 40 Min.
(Änderung möglich!)

Joachim Bublath nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zum lebensfeindlichsten Kontinent unseres Planeten: Nach Antarktika. Der Südkontinent vereint einige unangenehme Superlative auf sich: Er ist der kälteste, trockenste und windigste Erdteil unseres Planeten.

Die Antarktis besticht durch die majestätische Schönheit ihrer bizarren Eislandschaften. Der Griff des Eises erstreckt sich bis ins Meer: Das karge Land ist umschlossen von einem mächtigen Packeisgürtel. Doch hier hat sich paradoxerweise eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt. In dem nährstoffreichen Wasser des Polarozeans gibt es riesige Schwärme von Krill und anderen Kleinkrebsen. Sie bilden die Basis der Nahrungskette für die zahlreichen Meerestiere wie Fische, Wale, Robben und unzählige Seevögel.

Die mächtige Eisschicht macht eine Erforschung des darunter liegenden Kontinents fast unmöglich, doch manchmal machen Wissenschaftler dennoch verblüffende Entdeckungen: Anhand von Radardaten wurde 1995 weit unter dem Eis ein riesiger See aus flüssigem Wasser entdeckt. Zunächst war "Lake Vostok" nicht mehr als eine Kuriosität. Dann entdeckte man aber auf dem Jupitermond Europa eine unter dem Eispanzer verborgene Schicht flüssigen Wassers. Die Aussicht, dort könnte sich, ohne Atmosphäre und Sonnenlicht, Leben entwickelt haben, weckte das Interesse der NASA für den Lake Vostok. Gibt es im antarktischen See Leben, finden die Forscher unbekannte Lebewesen dort? Mit speziellen sterilen Sonden sollen jetzt Proben aus dem urzeitlichen Wasser genommen werden.

Mit spektakulären Bildern und spannenden Geschichten zeichnet Joachim Bublath ein außergewöhnliches Bild von dem entlegenen Eiskontinent. Hier, wo die Naturgewalten ungezähmt aufeinander prallen, wo astronomische High-Tech ebenso im Eis verborgen liegt wie der Schlüssel zur Klimahistorie unserer Erde, gibt es noch unzählige Geheimnisse zu lüften.

 


www.wetterfilmfestival.de