DONNERSTAG 21.6.2007

18 Uhr

DAS ENDE DER GLETSCHER – PINGUINE UND ROBBEN IN GEFAHR
D 2004/05, R: Uwe Müller, 52 Min.

Das Eis der Polkappen taut. In der Antarktis driften Eisberge, größer als das Saarland, durchs Meer und schmelzen. Gletscher ziehen sich in noch nie da gewesener Geschwindigkeit zurück. Wissenschaftler prognostizieren, dass unsere Welt in wenigen Jahrzehnten kaum wieder zu erkennen sein wird. Ob in den Alpen, Südamerika oder in den Polarregionen, überall wird es wärmer...
Noch bedeckt das Eis weite Teile der Erde. Die auf den ersten Blick lebensfeindliche Welt der Antarktis ist die Heimat von Robben, Pinguinen und See-Elefanten - sie alle sind wahre Kältespezialisten, die bestens an die eisigen Bedingungen angepasst sind. Menschen haben in der eisigen Region kaum eine Chance, und doch haben die Eismassen auch für uns große Bedeutung: Das Gebiet der Antarktis hält die großen Meeresströmungen der Welt in Gang, versorgt uns mit Fisch und über den Golfstrom sogar mit Wärme.
Der argentinische Geologe Jorge Strelin untersucht auf seinen Forschungsreisen, wie sich die Erwärmung auf die riesigen Eismassen auswirkt. Was passiert, wenn sich die Gletscher weiter rasant zurückziehen?
Der Film geht der Frage nach, was es für das Gesicht der Erde, für uns Menschen und die Tiere bedeutet, wenn die Gletscher am Ende sind.
Der Bremer Natur- und Tierfilmer Uwe Müller ist mit seinen Dokumentarfilmen im internationalen TV erfolgreich und gewann bereits viele Preise. Die humorvoll ironische Darstellungsweise der Beziehungen von Tier und Natur zeichnen seine Filme aus.




ALARM IN DER ARKTIS
D 2004/05, R: Adam Schmedes, 40 Min.
(Änderung möglich!)

Die Arktis: Das sind unberührte Weiten nördlich des Polarkreises, Heimat der Eskimos und Lebensraum von Tieren wie Eisbären, Robben und Alkenvögel. Eine raue, schneebedeckte Natur, die mit ihren Extremen seit jeher viele Forscher und Abenteurer fasziniert hat. Doch dieses scheinbare Idyll des hohen Nordens ist in großer Gefahr. Bei Untersuchungen der Bewohner eines 500-Seelen-Dorfes an der Ostküste Grönlands wurden die bisher höchsten Werte des Umweltgiftes PCB festgestellt. Und das paradoxerweise tausende von Kilometern von den großen Industrieregionen entfernt. Die Menschen dort werden von Chemikalien vergiftet, die hier niemals angewendet wurden. Wie gelangen die giftigen Stoffe aus der industrialisierten Welt in die Arktis? Hier lassen sich neben dem bereits in den 70er Jahren verbotenen PCB auch die unterschiedlichsten Pflanzengifte und Insektizide sowie Dioxin aus Müllverbrennungsanlagen und Quecksilber aus Kraftwerken nachweisen. Die Dokumentation des bekannten dänischen Naturfilmers Adam Schmedes spürt den Folgen dieser unsichtbaren Vergiftung bei Mensch und Tier nach. Stärker als alle anderen arktischen Tiere sind die Eisbären betroffen - und sie leiden unter den Vergiftungen. Ihre Jungen sterben, es werden immer mehr Zwitter geboren. Bei den Menschen leiden vor allem die Kinder unter einem geschwächten Immunsystem, mit der Folge, dass sie immer öfter an schweren Infektionen erkranken. Bei den Männern verändert sich die Qualität der Spermien, und bei ihren schwangeren Frauen schädigt das im Körper angesammelte Quecksilber die Hirnentwicklung der Föten. Die Suche nach den schrecklichen Folgen der Umweltgifte führt ins arktische Kanada, nach Grönland, Spitzbergen und auf die subarktischen Färöer-Inseln.
 

20 Uhr

THE LITTLE MATCHSELLER
(Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen)
F 1912, R: Anonym, 9.15 Min.
Musik: Esther Frankenberger, E-Piano, Tobias Fandl, Violine


SCOTT’S LAST JOURNEY
GB 1962, R: John Read, 60 Min., englische OF

The story of the British Antarctic Expedition of 1910-1913, built up from the remarkable photographs and film taken by Herbert Pointing as the expedition's photographer, together with drawings made by Edward Wilson, Scott's chief scientist. Professor Frank Debenham is one of the small number of members of the expedition still alive.
 

22 Uhr

DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT
(The Thing)
USA 1982, R: John Carpenter, 109 Min., deutsche Fassung
Darsteller: Kurt Russell, William Lancaster
Vorgestellt von Peter Müller

Eine amerikanische Forschungsstation in der Antarktis erhält überraschenden Besuch von einer Gruppe panischer und schießwütiger Norweger, die mit allen Mitteln versuchen, einen entlaufenen Schlittenhund zu töten. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Norweger ums Leben kommen.
Eine Untersuchung der zerstörten norwegischen Forschungsstation deckt auf, dass die Forscher ein im Eis verborgenes Raumschiff freigelegt hatten. Der Schlittenhund, der sich nun bei den Amerikanern befindet, entpuppt sich als Wirt einer außerirdischen Lebensform, die in drastisch dargestellten Metamorphosen die äußere Gestalt des infizierten Wirtes annimmt, und sich auch teilen kann. Es entsteht wachsende Panik unter den Amerikanern da niemand sicher sein kann, nicht infiziert zu sein.
Es folgt ein unerbittlicher Kampf ums Überleben.

Der Künstler Peter Müller zeigte Ende 2004 im Rahmen des 4. Plateaux Festivals des Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main seine Installation und zugleich Diplomarbeit ›U.S. Research Station John Dwyer‹. In einem museumsartigen Schaukasten nahm er auf das Set Design, die Filmmusik und Dreharbeiten von ›The Thing‹ Bezug, um u.a. eine hollywoodeske Wissenschaftlichkeit-Stimmung zu rearrangieren und wird in seiner Einführung insbesondere über die Produktion und die Rezeption des Films sprechen. Peter Müller ist zurzeit Researcher an der Jan van Eyck Academie in Maastricht.



 

www.wetterfilmfestival.de